Ortler 29.03.2019

Wenn zwei eine Reise tun - Bustrip ins frühlingshafte Vinschgau zum Skitourengehen.

Es ist Donnerstag Abend, 28. März 2019. Der Bus ist gepackt, Ski, Steigeisen, Pickel, Nahrung, Schlafsack, alles drin. Das Ziel: Der Parkplatz Heilig 3 Brunnen bei Trafoi. Es liegen gute drei Stunden fahrt vor uns. Um halb 10 kommen wir an, richten alles her, machen uns bettfertig und stellen den Wecker auf 4:30 Uhr. Um 5 Uhr soll es losgehen.

Der Wecker klingelt...schnelles Müslifrühstück und pünktlich starten wir. König Ortler erwartet uns. Nach einer Stunde über den eher eisigen Steig erreichten wir die Berglhütte. Das weite Kar in Richtung Trafoier Eisrinne zeigt sich. Steten Schrittes steigen wir weiter und queren etliche Lawinenkegel. 
Eine erste Steilstufe bringen wir zu Fuß hinter uns - und lassen die Ski gleich am Rucksack, da wir uns für den linken Weg über die Rinne entschieden haben. Als kleines Schmankerl wartet hier nämlich noch eine kurze Drahtseilpassage über einen Felsabbruch. 

Danach kommen die Ski wieder unter die Füße und es geht weiter bis zur Schlüsselstelle. Insgesamt sind es vielleicht 50 Höhenmeter, die zuerst auf einer fußbreiten Spur hinaufgequert werden, um dann in wenige Meter blankeis zu münden. Die angebrachten Fixseile sind leider neben der Spur, um eine Hilfe darzustellen. Mit Steigeisen und Pickel ist die Stelle im Aufstieg allerdings gut zu meistern. Die Crux, wie ich finde, stellt hier der Abstieg dar, das ist aber meiner persönlichen Angst einfach geschuldet, dass ich mich in dem Gelände bergab einfach Unwohl fühle, obwohl es mit Steigeisen und Pickel eigentlich kein Problem darstellt. Ein Fehler würde allerdings mehrere Hundert Meter weiter unten enden. Es ist also Konzentration gefragt.

Danach geht es unschwierig über das riesige Gletscherplateau mit Ski bis zum Kreuz. Der Wind blies uns kräftig ins Gesicht und auch die letzten Tage und Wochen hat er kräftig gearbeitet. Die Windgangeln waren steinhart und die Abfahrt war jenseits von Genuss und Spaß. Eigentlich erwischten wir erst in der unteren Hälfte kurzzeitig passablen Schnee in Form von Powder im Schatten und Firn in der Sonne. 

Ab der Hütte folgt die Abfahrt nicht mehr dem Aufstiegsweg, sondern durch die danebenliegende Schlucht. Es hätte eine feine Geschichte werden können, wäre nicht eine Lawine durch die gesamte Schlucht hinunter und hätte unzählige harte Lawinenboller darin verteilt. So glich die Abfahrt hier mehr einem Abrutschen. Zu guter Letzt wurde es dann noch botanisch, da eine Felsstufe in der Schlucht aus Schneemangel umgangen werden musste. Wir bahnten uns den Weg und konnten den Spuren folgen. So sind wir dann heil im Talboden angekommen und konnten glücklich auf eine tolle Tour zurückblicken.

Zur Entspannung ging es danach erstmal in die Sauna nach Latsch und mit Hilfe einer Pizzeria konnten wir die Energiespeicher wieder adäquat auffüllen, denn am nächsten Tag wartete bereits die Königsspitze auf uns. Diese Tour könnt ihr im folgenden Bericht nachlesen...
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