Soiernrunde 16.02.2019

"Lass uns in die Soiern gehen" sagte er. "Das wird eine lustige Runde" sagte er. Also gingen wir...und es wurde lustig...und lang...und weit...und viel...aber leider geil...

Wir trafen uns am Wanderparkplatz in Krün, deponierten mein Auto dort und fuhren weiter zum Parkplatz Isarhorn. Schnell waren wir fertig und gingen um 6:45 los. Der erste Anstieg führte uns auf den Feldernkopf, zuerst über den Forstweg, dann durch den lichten Wald und zuletzt über die Südwestflanke zum Gipfel. Nach etwa 2 Stunden  hatten wir die ersten 1200 Höhenmeter hinter uns gelassen und machten uns bereit für die erste Abfahrt hinunter zum Soiernsee. Wir fuhren direkt in die oben 45° steile Rinne hinein. Uns erwarteten 500 Höhenmeter feinste Powderabfahrt.
Der nächste Aufstieg führte uns hinauf zur Reißenden Lahnspitze. Also wieder 600 Höhenmeter aufsteigen. Etwa 1,5 Stunden ließen wir uns Zeit. Wir wussten ja, was noch alles vor uns liegt und mussten mit unseren Kräften gut haushalten. Aus der kalten Nordseite wechselten wir nun die Seiten. Die Sonne schien uns kräftig ins Gesicht, als wir am Grat ankamen. Und genauso schnell machte sich ein Grinsen in unseren Gesichtern breit - denn es gab feinsten Firn. Wir gönnten uns also 500 Höhenmeter Abfahrt auf der Südseite. Der Wiederaufstieg allerdings ließ die SOnne in anderem Licht erstrahlen. Erbarmungslos brannte sie vom Himmel, aber nach einer guten Stunde waren wir zurück am Gipfel.
Nach einer kleinen Rast mit Stärkung ging es zur Abkühlung wieder hinunter zum Soiernsee. Und wieder hatten wir feinsten Powder vor uns. Ob der vorangeschrittenen Tageszeit war der Hang jetzt natürlich nicht mehr unverspurt, bot aber immer noch genügend Platz für eigene Spuren. Wir ließen es krachen und flogen förmlich hinunter, wohl wissend, dass der nächste Aufstieg nicht lange auf sich warten lässt.
Die nächsten 500 Höhenmeter standen an. Schön im Wechsel zwischen Sonne und Schatten war es sehr angenehm. Da sich der Aufstieg im späteren Verlauf entlang des Gratrückens  befindet, darf man hier regelmäßig die Ski an den Rucksack schnallen. Einerseits ist es hier immer abgeblasen, andererseits sind ein paar felsige Stellen dabei, die man einfach lieber ohne Ski gehen möchte. Auch hier hatten wir nach einer guten Stunde den Einstieg ins Kar erreicht, gönnten uns aber nochmal eine Pause, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Schließlich gab es immer noch gut Strecke zu machen.
Aber zuerst durften wir die 900 Höhenmeter durch das Krapfenkar hinunter genießen - eine wahrlich beeindruckende Abfahrt in den bayrischen Voralpen. 11 Spuren wurden schon vor uns hineingelegt...also quasi nichts. Oben kann man ein weitläufiges Kar genießen bevor man den letzten Teil durch etwas steileren Wald zum Fischbach hinunter durchfährt. Im Talboden darf man nun das letzte mal Auffellen, um zur Fischbachalm hochzukommen. Da unsere Uhren dort nur etwa 2950 Höhenmeter anzeigten, spurten wir noch einen nordseitigen Powderhang an, um die 3000 voll zu machen. Erschreckend war, dass wir eigentlich beide immer noch hätten weiter machen können. Aber nun gab es nur noch die Pflicht, den Forstweg nach Krün herauszurutschen...
Ich glaube, ich kann es gar nicht weiter in Worte fassen, wie genial diese Runde war. Deshalb genießt das Video und die Bilder einfach...

Soiernrunde 16.02.2019
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